Die Tschorna Klewa (1719 m ü. M.) gehört zu den einsamsten und ursprünglichsten Gipfeln der Inneren Gorganen in den ukrainischen Karpaten — ein Berg für alle, die echte Wildnis suchen und auf Touristeninfrastruktur gerne verzichten. Wer abseits ausgetretener Pfade unterwegs sein möchte, findet hier genau das Richtige.
Der Bratkiwsky-Kamm, auf dem die Tschorna Klewa liegt, ist für seine ausgeprägte Trockenheit und dichte Latschenkiefernvegetation bekannt, die das Wandern auf dem Grat erheblich erschwert. Bis etwa 1400–1600 m Höhe dominieren Fichtenwälder, darüber öffnet sich die Landschaft zu steinigen Schuttfeldern und weitläufigen Latschen. Vom Gipfel aus blickt man auf den Nachbargipfel Ruska (1677 m) im Westen und den Krywyj-Hrun-Kamm im Nordosten. Am Nordhang entspringen die Quellen der Bystrytsya Nadvirnyanska — ein stilles Zeugnis der hydrologischen Bedeutung dieses wenig bekannten Gipfels.
Anstieg zum GipfelDer alte Grenzstein Nr. 35 auf dem Gipfel erinnert daran, dass diese Berge einst die Grenze zwischen Polen und der Tschechoslowakei markierten — Geschichte in Stein gemeißelt, still auf neugierige Besucher wartend.