Die Niżnia Walentkowa Szczerbina ist ein unscheinbarer, wenig markanter Einschnitt im Walentkowa-Grat, über den die polnisch-slowakische Grenze verläuft. Dieser Ort spricht erfahrene Bergsteiger an, die Ruhe und ursprüngliche Hochgebirgslandschaft abseits der Touristenpfade suchen.
Der Sattel liegt auf 2120 m Höhe, zwischen der Wielka Walentkowa Czuba und der Niżnia Walentkowa Baszta. Die Umgebung ist typisch für die Hohe Tatra - auf beiden Seiten fallen felsige Hänge ab: im Osten zum Zadni Staw im Tal der Fünf Polnischen Seen, im Westen in den Kessel Walentkowe Kamienne im Walentkowa-Tal. Direkt unterhalb des Einschnitts befindet sich eine steile, kaminartige Rinne, die oben mit Gras bewachsen ist und unten in Geröll übergeht. Dies ist raue, unberührte Tatra-Landschaft in ihrer ursprünglichsten Form - im Sommer beeindruckend, wenn sich der Fels in der Sonne erwärmt, und ebenso dramatisch im Winter unter Schnee und Raureif.
Wie man zum Aussichtspunkt gelangt
Interessant ist, dass der Name Niżnia Walentkowa Szczerbina im klassischen Viersprachigen Geografischen Wörterbuch der Tatra nicht erwähnt wird, und die offizielle Geoportal-Karte den Namen fälschlicherweise an der Stelle der Wyżnia Walentkowa Szczerbina einträgt - ein kleines Rätsel, das Tatra-Namenskundler bis heute beschäftigt.