Der Valentinsberg (2156 m ü. d. M.) ist einer jener Tatra-Gipfel, die sich nur den Erfahrenen erschließen — kein markierter Wanderweg führt auf den Gipfel, und genau das macht ihn so besonders. Das Gipfelpanorama übertrifft das des benachbarten Gładki Wierch, und der Anstieg über den gezackten Valentkova-Grat gehört zu den eindrucksvollsten Touren im gesamten Tatra-Hauptkamm.
Der Gipfel liegt im Hauptkamm der Tatra, zwischen der Świnica im Norden und dem Gładki Wierch im Südosten. Ein schmaler, felsiger Grat — gespickt mit kleinen Zacken und Scharten — verbindet ihn mit der Świnica und verleiht diesem Abschnitt einen alpinen, fast wildromantischen Charakter. Die Nordwesthänge fallen ins Walentkowa-Tal ab, die Südosthänge in das kleine Kar Dolinka pod Kołem mit dem Bergsee Zadni Staw. Im Sommer reicht das Panorama weit über den Hauptkamm hinaus; im Winter hüllt sich der Gipfel in eine rauhe, eisige Stille — die erste dokumentierte Winterbesteigung fand am 1. Januar 1914 statt.
AufstiegsmöglichkeitenDer Name geht auf einen Liptauer Hirten namens Valenty zurück, der hier einst seine Ochsen weidete — ein stilles Zeugnis davon, dass diese Hänge lange vor den ersten Touristen Teil des Alltags waren.