Die Untere Liptauer Bank ist ein grasbewachsener Sattel hoch im Hauptkamm der Tatra, eingebettet zwischen zwei felsigen Gipfeln der Liptauer Mauern. Ein Ort für alle, die abgelegene, selten besuchte Winkel des Tatra-Grats suchen, fernab der belebten Wanderwege.
Der Sattel liegt auf etwa 2035 m Höhe, zwischen dem Hohen Kostúr und dem Niederen Kostúr, direkt an der polnisch-slowakischen Grenze und zugleich an der historischen Grenze zwischen Liptau und Podhale. Grasige Hänge fallen nach beiden Seiten ab - nach Nordosten führt eine schmale Grasrinne hinunter zum Czerwony Piarg im Szpiglasowa-Kessel, im Tal der Fünf Polnischen Seen, während die Hänge nach Südwesten ins Ciemnosmreczyńska-Tal abfallen. Die Umgebung besteht aus schroffen, felsigen Graten mit weiten Ausblicken nach beiden Seiten der Tatra - im Sommer ein ruhiger, grasbewachsener Rückzugsort, im Winter anspruchsvolles, verschneites Gelände für erfahrene Bergsteiger.
Wie man zum Aussichtspunkt gelangt
Die Untere Liptauer Bank ist nicht über einen markierten Wanderweg erreichbar - es handelt sich um Gelände für Bergsteiger, die den Grat begehen, was gute Kondition, Orientierungssinn und Hochgebirgserfahrung erfordert. Die erste dokumentierte Begehung dieser Stelle geht auf das Jahr 1874 zurück, und im Winter 1925 überquerten Adam Karpiński und Wilhelm Smoluchowski sie beim Überschreiten des Kamms der Liptauer Mauern - ein Hinweis, den man vor einem Ausflug in diesen abgelegenen Teil der Tatra im Hinterkopf behalten sollte.