Die Hindenburgkanzel thront auf 1062 m ü. NHN im nördlichen Bayerischen Wald, direkt an der Grenze zwischen der Oberpfalz und Niederbayern. Dieser markante Felsriegel ist mehr als nur ein Aussichtspunkt — er erzählt eine Geschichte von Straßenbau und Sprengung, die einen der schönsten Ausblicke der Region freigelegt hat.
Die Plattform liegt unmittelbar über der Brennesstraße, die von Lohberg nach Bayerisch Eisenstein führt, eingebettet zwischen den Bergen Zwercheck und Arber. Von hier aus schweift der Blick weit über den Lamer Winkel bis zum markanten Osser. Im Frühling und Sommer liegt oft würzige Waldluft in der Luft, im Herbst leuchten Buchen und Fichten in warmen Farben, und im Winter verwandelt sich die Landschaft in eine stille, verschneite Kulisse — jede Jahreszeit hat hier ihren eigenen Reiz.
Wie man zum Aussichtspunkt kommtBenannt wurde die Kanzel zu Ehren von Paul von Hindenburg, dem damaligen Reichspräsidenten. Freigelegt wurde sie beim Bau der Scheibenstraße, als Bauarbeiter auf den massiven Rothzollriegel stießen — ein Teil davon musste weggesprengt werden, um die Straße mit vertretbarer Steigung zu realisieren.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)