Der Große Arber — mit 1456 m der 'König des Bayerischen Waldes' — ist der höchste Berg Bayerns außerhalb der Alpen und nach dem Feldberg der zweithöchste Gipfel Deutschlands jenseits der Alpen. Wer hier oben steht, versteht sofort, warum dieser Berg seinen königlichen Beinamen verdient hat.
Obwohl der Gipfel die natürliche Waldgrenze nicht überschreitet, präsentiert er sich offen und baumfrei: subalpine Magerrasen, Felsfluren und Latschengebüsche bestimmen das Bild — eine Vegetation, die im Bayerischen Wald sonst nirgends in dieser Ausdehnung vorkommt. Im Winter verwandelt der Ostwind die Gipfelfichten in bizarr geformte Eisgestalten, die liebevoll 'Arbermandl' genannt werden und seit Jahrzehnten im Bayerischen Fernsehen zu Neujahr zu sehen sind. Im Sommer laden der Große und der Kleine Arbersee, beide in Naturschutzgebieten gelegen, zu einem Abstecher nach der Wanderung ein. Am Gipfel selbst erwartet dich das Arberschutzhaus sowie die kleine Arberkapelle, an der jeden August die traditionelle Arberkirchweih gefeiert wird.
Wege zum GipfelErst 1740 tauchte der Name 'Arber' erstmals in einer Urkunde auf — davor trug der Berg keltische und mittelalterliche Namen, die sich wohl vom keltischen 'Arduikos' für 'der hohe Berg' ableiten. Ein Name mit Geschichte, der bis heute perfekt passt.
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