Der Schwarzer Pass (Czarna Ławka) liegt auf 1968 m Höhe im Hauptkamm der Hohen Tatra und verläuft genau auf der polnisch-slowakischen Grenze. Auf der Nordseite öffnet sich das Tal der Fünf Polnischen Seen mit dem dunklen Czarny Staw, auf der Südseite das malerische Koprová-Tal. Wer einen einsamen, ursprünglichen Tatra-Pass mit Weitblick in beide Richtungen sucht, wird hier fündig.
Die Landschaft rund um den Pass ist typisch hochalpin — grasige und geröllbedeckte Hänge, raue Gratkelsen und weite Panoramen. An den Nordhängen ist eine markante horizontale Felsrippe zu erkennen, die dem Pass seinen Namen gab ('ławka' bedeutet im tatranischen Sprachgebrauch 'Bank' oder 'Sims'). Im Frühling liegt hier noch Schnee und die Bedingungen sind anspruchsvoll, im Sommer bietet der Pass eine schöne Grattour, im Herbst leuchten die Hänge in goldenen Farben von Latschenkiefern und Berggräsern. Die Atmosphäre ist wild und unberührt — Menschenmassen findet man hier selten.
Wie man den Aussichtspunkt erreichtSchon im Jahr 1792 soll der Naturforscher Baltazar Hacquet diesen Übergang benutzt haben — lange bevor es markierte Wege gab, war er ein bekanntes Hirtenpfad zwischen den Tälern.