Der Zmarzły Staw Gąsienicowy — auf Deutsch in etwa 'Gefrorener See im Gąsienica-Tal' — ist eines der einsamsten und stimmungsvollsten Bergseen der Hohen Tatra. Auf 1788 m ü. d. M. in einem Felskessel unterhalb der Wände des Mały Kozi Wierch gelegen, wirkt er wie ein Ort, an dem die Zeit stehengeblieben ist. Der polnische Schriftsteller Michał Bałucki bezeichnete ihn 1865 als 'vielleicht die wildeste Abgeschiedenheit in der Tatra'.
Der See ist klein — nur 77 m lang und 50 m breit — doch seine Lage ist beeindruckend. Von Felswänden umgeben, bleibt er den größten Teil des Jahres zugefroren und taut meist erst im Juni oder Juli auf, um bereits im September oder Oktober wieder zu gefrieren. Im Winter friert er bis auf den Grund durch. Wenn er sich im Sommer endlich auftaut, spiegeln sich die Felsen im dunklen, stillen Wasser — ein Anblick, der Maler wie Wojciech Gerson und Stanisław Witkiewicz inspiriert hat. Die Atmosphäre ist von tiefer Stille und unberührter Bergwildnis geprägt.
Anreise und ZugangEin kleiner Bach entwässert den See zum tiefer gelegenen Czarny Staw Gąsienicowy — ein schöner Grund, beide Seen in einer Wanderung zu verbinden.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)