Die Tantalhöhle ist die längste und bekannteste Höhle des Hagengebirges im Salzburger Land - ein gewaltiges unterirdisches Labyrinth mit rund 34 Kilometern erforschter Gänge, hoch über dem Blühnbachtal verborgen. Dies ist kein Ort für Gelegenheitsbesucher, sondern ein Ziel für ambitionierte Höhlenforscher, deren Eingang sich in den steilen Südabstürzen der Tantalköpfe befindet.
Im Inneren erwarten Besucher riesige Raumdimensionen, tiefe Schächte und enge Passagen, die zwischen atemberaubender Schönheit und echter Gefahr wechseln. Namen wie 'Alles zurück, ich sehe nur mehr Abgründe' oder 'Gustls Sarkophag' erzählen von der Dramatik vergangener Expeditionen, während der Gotische Gang, der Steinerne See und die Halle der steinernen Blumen die stillere, kunstvolle Seite der Höhle offenbaren. Bei Schneeschmelze oder starken Niederschlägen können die tiefsten Bereiche komplett unter Wasser stehen, weshalb der Zugang saisonal begrenzt und ausschließlich erfahrenen Höhlenforschern vorbehalten ist.
Anreise
Praktische Informationen
Entdeckt wurde die Höhle 1947 vom Salzburger Juwelier und Höhlenforscher Alfred Koppenwallner. Ihr Name hat trotz des ähnlichen Klangs nichts mit dem chemischen Element Tantal zu tun, sondern stammt von 'Tanntal', dem Tannental. Seit 2020 finden wieder verstärkt Forschungen statt, mit der Hoffnung, die Tantalhöhle mit benachbarten Großhöhlen wie dem Ochsenkarschacht zu verbinden.