Das Selbhorn ist mit 2655 m der höchste Gipfel des Steinernen Meeres, dem flächenmäßig größten Bergstock der Berchtesgadener Alpen, und liegt zur Gänze in Österreich. Bekannter als das Selbhorn selbst ist allerdings seine formschöne, geringfügig niedrigere Nachbarin, die Schönfeldspitze (2653 m).
Von Süden betrachtet wirkt das Selbhorn wie ein steiler, wuchtiger Felsdom. Erst von der Hochfläche des Steinernen Meeres aus erkennt man den langen, schuppig gezackten Felsgrat, der zur Hochbrunnsulzenscharte hinüberzieht und dem Rücken einer riesigen Echse ähnelt. Genau diese Scharte wird etwa bei einer Überquerung des Steinernen Meeres vom Hochkönig aus überschritten. Vom Gipfel öffnet sich ein grandioser Blick auf die Zentralalpen, besonders auf die Hohen Tauern mit dem Großglockner, Österreichs höchstem Gipfel (3797 m).
Der Berg besitzt zwei Gipfelpunkte: den niedrigeren Südgipfel (2642 m) mit einem Gipfelkreuz sowie den eigentlichen Hauptgipfel mit einem später errichteten zweiten Kreuz.
Wie man den Gipfel erreichtDer schuppenartige Selbhorngrat zur Hochbrunnsulzenscharte gehört zu den markantesten Landschaftsformen dieses wilden Karst-Hochplateaus.