Der Funtenseetauern ist der unbestrittene Herrscher des Steinernen Meeres - ein Grenzgipfel zwischen Deutschland und Österreich, dessen beherrschende Erscheinung ihm Beinamen wie 'Monte Rosa en miniature' und 'wohl der gewaltigste Berg des Steinernen Meers' eingebracht hat. Anders als die meisten Gipfel dieses Gebirgsstocks liegt er nicht am Rand der Hochfläche, sondern erhebt sich als mehrgipfeliges Massiv mitten im Plateau - und ist sogar von Berchtesgaden aus zu sehen, wo er markant hinter Königssee und Obersee aufragt.
Auffällig sind die rötlichen Lias-Gesteine, die einen reizvollen Kontrast zur umgebenden Kalklandschaft bilden. Wegen seines Blumenreichtums zog der Funtenseetauernstock schon früh Botaniker an. Der Grat von Halsköpfl über den Funtenseetauern bis zum Selbhorn teilt das gesamte Steinerne Meer in einen größeren westlichen und einen kleineren östlichen Teil. Im Winter ist der Gipfel ein beliebtes Skitourenziel, im Sommer lohnt die weite Aussicht über das Steinerne Meer bis zu den Hohen Tauern.
Aufstieg zum GipfelAls erste touristische Besteiger gelten Albert Kaindl und Johann Grill in den 1860er Jahren, wobei Hinweise auf noch frühere Besteigungen durch Botaniker um 1840 existieren.