Der Hohe Göll (2522 m) ist der höchste Gipfel im Göllmassiv und überragt das Salzachtal um mehr als 2000 Meter. Ludwig Purtscheller nannte ihn einst das 'Wahrzeichen in dem prächtigen Gebirgskranze der alten Salzachstadt Salzburg' - ein Titel, der bis heute Bestand hat.
Der aus Dachsteinkalk aufgebaute Berg bildet die Grenze zwischen dem Berchtesgadener Land in Bayern und dem Tennengau in Salzburg - der Gipfel selbst liegt genau auf der Staatsgrenze. Von oben eröffnet sich ein weiter Blick über die Berchtesgadener Alpen bis ins Salzachtal, mit Nachbargipfeln wie Kammerschneid, Hinteres Freieck und Hohes Brett. Berühmt ist die Göllspiegelung im Hintersee auf bayerischer Seite. Das Gelände ist felsig und teils stark exponiert, im Winter lockt der Berg zudem Skitourengeher an.
Wie man den Gipfel erreichtAls erster Tourist bestieg 1800 der Theologiestudent Valentin Stanig den Gipfel, nur einen Monat nachdem er bereits Großglockner und Watzmann erklommen hatte. Das erste eiserne Gipfelkreuz wurde 1885 von 31 Burschen nach einem nächtlichen achtstündigen Marsch hinaufgetragen.