Die Salzgrabenhöhle zählt zu den größten bekannten Höhlensystemen Deutschlands und liegt verborgen im Steinernen Meer, einem Bergstock der Berchtesgadener Alpen. Über 9 Kilometer verzweigte Gänge, Hallen und Schächte erwarten hier unterirdische Wasserfälle, Seen, Siphone und Kamine.
Der etwa 8 m hohe und 20 m breite Höhleneingang liegt auf 960 m ü. NN in den dem Königssee zugewandten Hängen des Simetsberges. Im Inneren herrscht ganzjährig eine kühle Temperatur von rund 4°C, im Winter vereisen weite Teile des Eingangsbereichs. Der größte bekannte Raum, die Mitternachtshalle, misst etwa 100 x 40 x 80 m, und der Gesamthöhenunterschied zwischen tiefstem und höchstem erreichten Punkt beträgt mindestens 414 m. An den Wänden finden sich Versteinerungen wie Ammoniten, Korallen und Megalodonten, Zeugen eines einstigen Meeresbodens.
AnfahrtMarkierungsversuche haben gezeigt, dass sowohl der Funtensee als auch der Grünsee über die Salzgrabenhöhle in den Königssee entwässern.