Das Naturschutzgebiet Rejvíz im Altvatergebirge (Jeseníky) gehört zu den schönsten Hochmooren Mitteleuropas — ein stilles, fast unwirkliches Fleckchen Erde auf 734 bis 794 Metern Höhe in Tschechisch-Schlesien. Im Mittelpunkt liegt der Große Moosteich, umrahmt von Torfmoospolstern und knorrigen Moorkiefern. Wer Natur abseits des Trubels sucht, findet hier genau das Richtige.
Zu jeder Jahreszeit hat das Moor seinen eigenen Zauber. Im Frühling und Sommer leuchten hier seltene Orchideen und die Blätter des Rundblättrigen Sonnentaus — einer fleischfressenden Pflanze, die im nährstoffarmen Torf bestens gedeiht. Im Herbst verwandelt sich die Landschaft in ein Meer aus Gold und Braun, im Winter liegt alles unter einer stillen weißen Decke. Ein Holzbohlenweg führt behutsam durch das gesamte Reservat und macht den Besuch auch für Familien problemlos möglich.
Anreise und ZugangDas Moor entstand vor etwa 6.000 bis 7.000 Jahren beim Rückzug des Eiszeitgletschers und hat sich seitdem kaum verändert. Besonders bemerkenswert ist das Vorkommen der Subarktischen Mosaikjungfer — einer Libellenart, die sonst eher in der arktischen Tundra heimisch ist.