Der Nollendorfer Pass ist ein Gebirgssattel auf 679 Metern Höhe direkt bei der Siedlung Nakléřov — ein Ort, an dem sich Geschichte und Natur auf eindrucksvolle Weise begegnen. Wer hier wandert, spürt, dass dieser unscheinbare Sattel einst eine strategische Rolle spielte.
Der Pass bildet die Grenze zwischen dem Erzgebirge (genauer der Loučná-Bergland) im Westen und dem Děčíner Bergland im Osten. Diese Lage sorgt für eine reizvolle landschaftliche Abwechslung: sanfte, bewaldete Höhenzüge treffen auf schroffere Hügellandschaften. Im Frühling und Sommer präsentiert sich die Umgebung grün und lebendig, im Herbst wird der Pass zu einem beliebten Beobachtungspunkt für Zugvögel, die diese natürliche Route seit jeher als Orientierung nutzen. Im Winter kann es hier rau und windig werden — ein Hinweis darauf, wie exponiert dieser Grenzübergang durch die Berge schon immer war.
AnfahrtAm 30. August 1813 zog hier das Heer des preußischen Generals Kleist durch, das half, Napoleons Armee in der Schlacht bei Kulm zu schlagen — als Anerkennung erhielt er den Adelstitel 'von Nollendorf', also 'von Nakléřov'.