Das Marmarosch-Massiv ist einer der wildesten und ursprünglichsten Naturräume der Östlichen Karpaten — ein riesiges Naturschutzgebiet im Nordosten Rumäniens, unmittelbar an der Grenze zur Ukraine. Auf über 148.000 Hektar erstrecken sich uralte Wälder, alpine Wiesen und felsige Kämme, die Wanderern echte Wildnis versprechen. Braunbären, Wölfe und Luchse sind hier keine Seltenheit.
Das Landschaftsbild wechselt mit der Höhe: Dichte Buchen- und Fichtenwälder in den Tälern gehen in Latschengebüsch und kahle Gipfelregionen über. Der höchste Punkt, der Vârful Farcău (1.957 m), bietet einen weiten Rundblick über den gesamten Karpathenbogen. Im Sommer blühen Narzissen und Edelweiß auf den Almwiesen, im Herbst leuchten die Wälder in warmen Farben, und im Winter hüllt tiefer Schnee das Vasertal in eine märchenhafte Stille. Das Klima ist kühl und feucht, mit Jahresdurchschnittstemperaturen zwischen 0 und 6°C — also auch im Sommer warme Kleidung einpacken.
Anreise und ZugangNaturfreunde werden begeistert sein: In den Mooren des Parks wächst der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia), eine fleischfressende Eiszeitpflanze, die hier seit der letzten Eiszeit überlebt hat — ein lebendiges Zeugnis der Ursprünglichkeit dieser Landschaft.