Die Magurska-Höhle zählt zu den bekanntesten Höhlen der Westtatra und ist berühmt für die hier gefundenen Knochen von Höhlenbären, Höhlenlöwen und Höhlenhyänen. Ihr weiter Eingang zog schon im 19. Jahrhundert Besucher an, und bis heute bleibt sie ein Ort mit einer reichen Erforschungsgeschichte und teils noch unerforschten Gängen.
Die Höhle ist 1285 Meter lang und weist einen Höhenunterschied von 59 Metern auf. Sie besitzt zwei mit Gittern gesicherte Eingänge, die in einer Rinne liegen, die von der Jaworzyńska-Scharte hinab zum Żleb pod Czerwienicą führt. Im Inneren erwarten Besucher beeindruckende Kammern wie die Große Kammer (Wielka Komora) mit den Maßen 60 mal 30 Meter sowie kleinere Bereiche wie die Runde Kammer, die Dreieckige Kammer oder die Kammer an der Gabelung. Trotz früherer Beschädigungen ist der Tropfsteinschmuck noch immer recht reich, und im Inneren fällt häufig unterirdischer Regen. Fledermäuse und vermutlich auch Marder haben hier ihr Zuhause gefunden.
Die Höhle liegt an den Westhängen des Jaworzynka-Tals, auf einer Höhe von etwa 1460 bis 1475 Metern über dem Meeresspiegel.
AnreiseGenau hier führte Mariusz Zaruski 1907 seine Expedition durch neu entdeckte Gänge, und in den Jahren 1948-1950 wurden die heute bekannten Höhlenteile entdeckt - wobei die tiefsten Geheimnisse der Höhle weiterhin hinter einem Einsturz verborgen bleiben.