Die Hincova Mulde (slowakisch: Hincova kotlina) ist eine der eindrucksvollsten Hochgebirgskessel der Hohen Tatra — wild, ursprünglich und von einem majestätischen Hauptkamm eingerahmt. Wer die Tatra abseits der bekanntesten Pfade erleben möchte, findet hier genau das Richtige.
Die Mulde liegt am nördlichen Ende der Mengusovská-Talachse, eingefasst zwischen den Graten von Čubrina bis zum Hincova-Turm. Die Landschaft ist alpinen Charakters: Felsige Hänge fallen steil zur tiefblauen Oberfläche des Großen Hincovo-Sees (Veľké Hincovo pleso) ab, aus dem der Hincov-Bach entspringt. Im Sommer blühen Alpenblumen in der Mulde, im Herbst leuchten die Hänge in warmen Farben und spiegeln sich im stillen Wasser. Im Winter verwandelt sich die Mulde in eine Schneewildnis, die erfahrenen Bergsteigern vorbehalten ist.
Anreise und AufstiegDer Name 'Hinco' geht der Überlieferung nach auf einen Hirten namens Ignaz zurück, der hier einst Schafe hütete — eine andere spannende Theorie verbindet ihn mit dem alten Bergbau, denn Paracelsus beschrieb 1570 unterirdische Gnome namens 'Hinzen', die den Bergleuten bei ihrer Arbeit halfen.