Das Garajova-Tal ist ein kleines, unberührtes Seitental in der Hohen Tatra, das abseits aller touristischen Pfade liegt und genau deshalb seinen ganz eigenen Zauber besitzt. Wer die Stille der Berge sucht, ist hier genau richtig.
Das Tal zweigt nördlich vom Turkova-Tal ab und gehört zu den orografisch rechten Nebentälern des Koprova-Tals. Durch seine Sohle fließt der Garajov-Bach, ein Nebenfluss des Koprovsky-Baches. Die Landschaft ist rau und ursprünglich — steile Hänge, dichte Vegetation und keinerlei touristische Infrastruktur. Im Herbst leuchten die Hänge in warmen Rot- und Goldtönen, im Frühling rauscht das Schmelzwasser durch das Tal. Ein Ort für alle, die die Natur in ihrer unverfälschten Form erleben möchten.
Anreise und ZugangDer Name des Tals ist mit einer schönen Legende verbunden: Das Volk überliefert, dass Garaj, ein Gefährte des legendären Räubers Janosik, hier seinen Schatz versteckt haben soll. Wahrscheinlicher ist jedoch eine Herkunft vom mittelhochdeutschen Wort 'geran', das den Tagebauabbau von Erz beschreibt — ein Hinweis auf die mittelalterlichen deutschen Bergleute, die einst im Koprova-Tal tätig waren.