Das Hintere Kupferschächte-Tal — auf Slowakisch Zadné Meďodoly — ist der größte östliche Seitenarm des Javorová-Tals in der Slowakischen Tatra und gehört zu den eindrucksvollsten Wildtälern des gesamten Gebirges. Rund 4 km lang, eingebettet zwischen der Hohen Tatra im Süden und der Belianská Tatra im Norden, bietet es eine beeindruckende Abwechslung aus dichtem Bergwald, saftigen Hochweiden und zerklüfteten Felsgräten.
Den Eingang markiert eine enge Kalksteinschlucht, die sogenannte Bránka, die das Tal wie ein natürliches Tor abschirmt. Dahinter öffnet sich die Landschaft weit — der Meďodolský potok rauscht durch die Talsohle, flankiert von imposanten Graten: im Norden die Belianská-Kette mit dem Havran und der Ždiarska vidla, im Süden der Hauptkamm der Tatra mit dem Jahňací štít. Weiter oben weitet sich das Tal in zwei große Almflächen, die einst zu den bedeutendsten Weidegründen der Region zählten. Die zwei Felsbänder aus Triasdolomit, Vyšné Rendy und Nižné Rendy, prägen die Nordhänge das ganze Jahr über mit ihrer markanten Silhouette. Im Herbst leuchten die Hänge in warmen Farben, im Winter liegt das Tal still und weiß, im Sommer lädt die üppige Vegetation zum Verweilen ein.
Anreise und AufstiegDer Name 'Kupferschächte' geht auf deutschen Bergleute aus der Zips zurück, die hier im 18. Jahrhundert — und möglicherweise schon früher — Kupfererz abbauten. Bereits 1435 taucht die Bezeichnung 'Kompenschecht' in historischen Quellen auf.
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