Das Mönchstal — auf Polnisch Dolina za Mnichem — liegt versteckt über dem berühmten Meerauge (Morskie Oko) und gehört zu den eindrucksvollsten Wildnislandschaften der Hohen Tatra. Wer den bekannten Pfaden einen Schritt weiter folgt, wird mit einer terrassenförmigen Felseinöde, stillen Bergseen und einer Stille belohnt, die in der heutigen Zeit selten geworden ist.
Das Tal gliedert sich in mehrere deutlich erkennbare Gletscherstufen. Die unterste (ca. 1780 m) beherbergt den saisonal austrocknenden Staszica-See. Höher liegt die 'Mönchsterrasse' (1830–1880 m) mit einer Gruppe von neun kleinen Seen direkt unterhalb der beeindruckenden Nordwand des Mnicha — ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst. Darüber erhebt sich der 'Mönchsrücken', und auf der höchsten Stufe liegt der Zadni Mnichowy Stawek (ca. 2072 m), das höchstgelegene natürliche Gewässer auf der polnischen Seite der Tatra. Im Sommer ist die Landschaft schroff und steinig, im Herbst leuchtet die Latschenkiefer golden, im Winter verwandelt sich das Tal in ein verschneites Reich, das erfahrenen Bergsteigern vorbehalten bleibt.
Anreise und ZugangswegeJahrhundertelang trieb die Familie Murzański hier Schafe auf die Weide — und selbst Antimonit (Stibnit) wurde in kleinen Mengen abgebaut. Das Ballett 'Harnasie' von Karol Szymanowski ist mit dem Anblick dieses Tals verbunden und zeigt, dass seine Schönheit schon immer inspiriert hat.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)