Das Waksmundzka-Tal ist eine der wildesten und unberührtesten Ecken der Hohen Tatra — eingebettet zwischen den Kämmen von Wołoszyn und Koszysta und für Besucher nahezu vollständig gesperrt. Genau das macht es so besonders: Hier regiert die Natur, und Braunbären, Gämsen, Murmeltiere und Hirsche haben das Sagen.
Das durch einen tektonischen Versatz entstandene und von Gletschern geformte Tal bietet eine beeindruckende Glaziallandschaft mit Gletscherstufen, Karen, Moränen und drei markanten Terrassenebenen. Die unterste ist die Waksmundzka Równica (ca. 1.600–1.620 m), darüber liegt die mittlere Terrasse mit zwei saisonalen Tümpeln, und ganz oben die Zadnia Równica (ca. 1.930–1.960 m) mit winzigen Bergseen, den sogenannten Waksmundzkie Stawki. Die unteren Hänge sind mit natürlichen Fichten- und Zirbelkiefernwäldern bedeckt, im Frühling und Sommer blühen seltene Pflanzen, und im Herbst leuchtet das Tal in Gold und Rot. Im Winter ist das Tal nahezu vollständig von der Außenwelt abgeschnitten.
Anreise und ZugangswegeDer Name des Tals geht auf das Podhaledorf Waksmund zurück, dem die alpine Weide hier einst gehörte. Früher war das Tal als 'Zbójnicka-Tal' bekannt — das Räubertal — denn es war ein beliebtes Versteck der Tatra-Räuber.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)