Das Große Kohlbachtal auf der Südseite der Hohen Tatra ist das seenreichste Tal des gesamten Tatra-Gebirges — sage und schreibe 26 Bergseen verstecken sich in seinen Kesseln und Seitenmulden. Es ist größer und wilder als sein Nachbar, das Kleine Kohlbachtal, und bietet eine beeindruckende Bandbreite: von sanften Waldwegen im unteren Teil bis hin zu anspruchsvollen Hochgebirgspassagen nahe dem Hauptkamm.
Das Tal erstreckt sich über rund 5,5 km Länge und wird an seiner breitesten Stelle mehr als 2 km weit. Der untere Abschnitt führt gemächlich durch Bergwald, der mittlere Teil öffnet sich zu weitläufigen Almflächen, bevor sich das Gelände in eine enge Felsschlucht — die sogenannte Brána, zu Deutsch 'das Tor' — verengt. Dahinter fächert sich das Tal in steile Seitenäste auf, die hinauf zum Hauptkamm und zum Pass Prielom (2.288 m ü. M.) führen. Mehrere Bäche, darunter der Vareškový-, Zbojnícky-, Sivý- und Strelecký-Bach, vereinigen sich zum Großen Kalten Bach. Im Sommer laden die Almwiesen rund um die Zbojnícka-Hütte zur Rast mit Panoramablick auf die mächtigen Wände des Javorový-Gipfels ein. Im Herbst leuchten Latschenkiefern und Heidelbeerfelder in satten Gold- und Rottönen, und im Winter gehört das Tal den erfahrenen Bergsteigern.
Anreise und ZugangswegeDer Name 'Kohlbachtal' geht übrigens nicht auf Kohle zurück, wie oft fälschlicherweise angenommen — er leitet sich vom alten Begriff 'Kahlberg' (kahler Berg) ab, der den markanten Prostredný-Gipfel beschrieb, der beide Täler überragt.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)