Das Kościeliska-Tal ist eines der beeindruckendsten Naturwunder der polnischen Tatra — eine tief eingeschnittene Kalksteinschlucht mit dramatischen Felstoren, faszinierenden Höhlen und einer über 200-jährigen Tourismusgeschichte. Als zweitgrößtes Tal der polnischen Tatra und reichstes an Karstformationen ist es ein absolutes Muss für jeden Besucher der Westlichen Tatra. Kein anderes Tal vereint so viel Naturschönheit mit so leichter Erreichbarkeit.
Der Weg durch das Tal führt durch drei enge Felstore, an denen sich die mächtigen Kalksteinwände fast berühren: das Untere Tor (Brama Kantaka), das Mittlere Tor (Brama Kraszewskiego) und das Obere Tor (Brama Raptawicka). Dazwischen öffnet sich das Tal immer wieder zu weiten Lichtungen wie der Polana Pisana oder den Stare Kościeliska, die zum Verweilen einladen. Im Sommer beleben traditionelle Pferdekutschen die Schotterstraße, im Winter verwandelt sich das Tal in eine stille, verschneite Winterlandschaft — ideal für Schneeschuhwanderer und Langläufer.
Anreise und ZugangswegeDas Kościeliska-Tal beherbergt die größte Höhlenkonzentration der polnischen Tatra — neben den touristisch erschlossenen Höhlen gibt es noch mehrere Hundert weitere unterirdische Gänge. Berühmte polnische Schriftsteller wie Kazimierz Przerwa-Tetmajer und Stefan Żeromski ließen sich hier von der Landschaft inspirieren und hinterließen ihre Signaturen im Kalkstein der Skała Pisana.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)