Das Kasprowa-Tal ist eines der wildesten und ursprünglichsten Seitentäler der Westlichen Tatra — drei Kilometer lang, von dichtem Fichtenwald und Latschenkiefern bedeckt und eingebettet unter dem markanten Gipfel Kasprowy Wierch (1987 m). Wer unberührte Berglandschaft sucht, wird hier fündig.
Das Tal teilt sich im oberen Bereich in zwei Äste: das Stare Szałasiska-Tal in Richtung des Mechy-Passes und das Trockene Kasprowa-Tal (Dolina Sucha Kasprowa) — ein klassisches Gletscherkar, das bis zu den Steilwänden des Kasprowy Wierch reicht. Der untere Teil ist in widerstandsfähigen Kalkstein eingeschnitten, in dem sich zahlreiche Höhlen verbergen — die längste, die Kasprowa Niżnia-Höhle, hat mehr als 3 Kilometer Gänge. Besonders bemerkenswert ist der Kasprowy-Bach: Er entspringt auf 1382 m, verschwindet aber im unteren Talabschnitt spurlos in unterirdischen Felsspalten. An der oberen Waldgrenze wachsen rund 350 Zirbelkiefern — ein seltener und beeindruckender Anblick in jeder Jahreszeit.
Anreise und ZugangEine historische Besonderheit: Im oberen Teil der Stare Szałasiska befand sich einst ein Bergwerksstollen, in dem Eisenerz abgebaut wurde — ein überraschender Einblick in die menschliche Geschichte dieses abgelegenen Tals.
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