Der Długi Staw Gąsienicowy — zu Deutsch etwa 'Langer Teich des Gąsienica-Tals' — ist ein stilles, beeindruckendes Gletschersee-Juwel in den polnischen Tatra auf 1783 m Höhe. Eingebettet in einen Gletscherkar unterhalb der westlichen Hänge des Kościelec bietet er eine Atmosphäre ursprünglicher Bergwildheit, die sofort einnimmt.
Der See ist 254 Meter lang, 100 Meter breit und bedeckt knapp 1,6 Hektar bei einer maximalen Tiefe von 10,6 Metern. Er wird von einem Bach aus dem höher gelegenen Zadni Staw Gąsienicowy gespeist und ist seinerseits durch einen Bachlauf mit dem Niżni Czerwony Stawek verbunden. Im Sommer spiegeln sich Himmel und Felsgipfel traumhaft in der ruhigen Wasserfläche; im Herbst leuchten die umliegenden Bergwiesen golden; im Winter und zeitigen Frühjahr kann das Gelände vereist sein — entsprechende Vorsicht ist geboten. Die Stimmung hier ist einsam und unberührt, weit entfernt vom Trubel der bekannteren Tatra-Routen.
Anreise und WegbeschreibungWissenswertes: 1960 wurde der See mit Bachforellen besetzt — einer für die Tatra-Fauna fremden Art. Die alten Berghirten der Region kannten den See einst unter dem volkstümlichen Namen 'Kuklaty Staw' — ein schönes Stück lebendiger Überlieferung.