Der Czarny Staw Polski — auf Deutsch etwa 'Polnischer Schwarzer See' — ist eines der eindrucksvollsten Gletscherseen der Tatra. Er liegt auf 1.722 m Höhe im südlichen Teil des Tals der Fünf Polnischen Seen und besticht mit seiner wilden Stille und dem tiefblauen, über 50 Meter tiefen Wasser.
Von Süden fallen die steilen Hänge der Liptauer Mauern zum See ab, vom Gładki Wierch bis zur Kotelnica; von Norden schützt ihn ein Mittelmoränenwall — ein greifbares Zeugnis der Gletscher, die dieses Tal einst formten. Der Abfluss des Sees speist den nahe gelegenen Wielki Staw und bildet dabei malerische Feuchtwiesen mit seltenen Moor- und Torfpflanzen. Im Sommer leuchtet das Wasser in beeindruckender Klarheit, im Winter verwandelt sich die zugefrorene Fläche in eine karge alpine Einöde. Besonders magisch wirkt der See im Frühling, wenn die umliegenden Gipfel noch in Schnee gehüllt sind.
Anreise und WanderwegeWissenswertes: Vor der illegalen Einbürgerung der Bachforelle — vermutlich in den 1960er Jahren — war das Wasser so klar, dass die Secchi-Tiefe 15–18 Meter betrug. Heute sind es gerade noch 4–5 Meter — ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie empfindlich Hochgebirgsökosysteme auf menschliche Eingriffe reagieren.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)