Das Buczynowatal ist eines der wildesten und typischsten Hängetäler in der polnischen Hohen Tatra — ein Ort, an dem die Zivilisation wirklich weit zurückbleibt. Es ist ein Seitenarm des Roztoka-Tals, umschlossen von den mächtigen Granitgraten des Kozi Wierch, Skrajny Granat und der Mała Buczynowa Turnia.
Die Landschaft hier ist rau und majestätisch — unter den umliegenden Wänden liegen Geröllfelder, und der Talboden ist mit Felsblöcken übersät, zwischen denen sich zeitweise Wasser sammelt und den periodischen Buczynowy-Teich bildet. Ein ständiger Bach fehlt — das Wasser verschwindet in unterirdischen Klüften an der Talschwelle und tritt weiter unten als eindrucksvoller Wasserfall Buczynowa Siklawa wieder aus, etwa 250 m hoch und größtenteils mit Latschenkiefer bewachsen. Bereits 1902 beschrieb der Priester Walenty Gadowski diesen Ort als stille Wildnis, in der man sich als armseliger Staub vor der Größe der Natur fühlt — Worte, die die Atmosphäre des Tals bis heute treffend beschreiben, besonders außerhalb der Saison, wenn kaum jemand hier vorbeikommt.
Anreise
Praktische Informationen
Der Name des Tals hat nichts mit Buchen (buczyna) zu tun, die in dieser Höhe in der Tatra nicht wachsen — nach Überlieferung der Goralen stammt er von einem Hirten namens Budz oder Bucz, der hier bei der Suche nach verirrten Schafen ums Leben kam.