Raná ist ein markanter, dreigipfliger Basaltberg (457 m) im westlichen Böhmischen Mittelgebirge, bekannt für seine wilden Steppenhänge und als Zentrum des Gleitschirmfliegens in Nordböhmen. Hier trifft ursprüngliche Natur auf die Faszination des Fliegens.
Der Berg zieht sich als schmaler, länglicher Rücken über rund einen Kilometer von Nordost nach Südwest. Die Hänge sind von Blockhalden und Felsabbrüchen geprägt, in einem stillgelegten Steinbruch aus dem 19. Jahrhundert zeigt sich eindrucksvoll die säulenförmige Absonderung des Basalts. Im Frühling und Sommer blühen die Steppenwiesen auf und machen Raná zu einem der wertvollsten botanischen Standorte Tschechiens. Vom Gipfel öffnet sich ein weiter Blick über die vulkanischen Hügel des Mittelgebirges, während der beständige Wind entlang des Kamms erklärt, warum Piloten diesen Ort so lieben.
Wie man zum Gipfel gelangt
Praktische Informationen
1902 entdeckte der Botaniker Josef Podpěra hier den vom Aussterben bedrohten Steppenhafer (Helictotrichon desertorum) — der Anlass für den Schutz dieses besonderen Ortes. Heute lebt in den Felssteppen auch eine starke Population des gefährdeten Europäischen Ziesels.