Der Oblík (509 m ü.M.), auf Deutsch auch Hoblik genannt, ist ein markanter Vulkankegel im westlichen Böhmischen Mittelgebirge — von der flachen Ohře-Ebene aus weithin sichtbar und auf den ersten Blick unwiderstehlich. Der offen-steppenartige Charakter des Gipfels, die seltene Pflanzenwelt und das rundum freie Panorama machen ihn zu einem der lohnendsten Ausflugsziele in Nordwestböhmen.
Geologisch gesehen ist der Oblík der erodierte Schlot eines tertiären Vulkans aus Nephelin-Basanit. Seine Kegelform mit Hangneigungen von 30–45° verleiht ihm eine fast mediterran anmutende Silhouette über der flachen Umgebung. Der Gipfel ist waldfrei und bietet ein weites Rundpanorama über das untere Egerland. Im Frühling verwandelt sich der südexponierte Hang in ein Blütenmeer: Frühlings-Adonisröschen, Böhmische Küchenschelle, Türkenbundlilie und mehrere Federgrasarten blühen hier — ein Eldorado für Botaniker. Die Nachbargipfel Srdov und Brník sind im Nordosten gut sichtbar.
Aufstieg zum GipfelBereits 1506 wurde auf dem Gipfel eine Kapelle geweiht, und die Südhänge waren bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts mit Weinreben bepflanzt — heute gedeihen auf denselben warmen Terrassen über hundert Laufkäferarten und einige der seltensten Steppenpflanzen Böhmens.