Milá ist ein unscheinbarer, aber botanisch außergewöhnlicher Berg im Böhmischen Mittelgebirge, wo sich sonnige Steppenhänge, Basaltfelsen und uralter Klimaxwald auf engstem Raum begegnen — mitten in einer ansonsten landwirtschaftlich geprägten Landschaft. Ein lohnendes Ziel für Naturfreunde, die seltene Blumen und markante Vulkangesteine schätzen.
Der Charakter von Milá lebt von Gegensätzen: Die steilen, südexponierten Hänge sind mit trockener Steppenvegetation und säulenförmig abgesonderten Basaltfelsen bedeckt, während die kühleren Nordhänge von altem Laubwald bestimmt werden. Im Frühling blühen hier Adonisröschen und Wiesenkuhschellen, im Sommer wiegt sich das Federgras im Wind, und im Herbst und Winter hebt sich der kahle Gipfel scharf von den umliegenden Feldern ab. Vom Gipfel reicht der Blick bis nach Louny, Most, das Erzgebirge sowie die Nachbarberge Oblík und Raná und das nahegelegene Kraftwerk Počerady.
Wie man zum Gipfel gelangt
Praktische Hinweise
Zwei Pflanzenarten, das Zweifarbige Veilchen und ein seltener Lauch, erreichen hier an den Felsen von Milá ihren westlichsten Standort in ganz Europa.