Die Mięguszowiecka Turniczka ist der markanteste Felszahn im Hauptkamm der Hohen Tatra, eingebettet in das Massiv des Mięguszowiecki Szczyt. Ein Ort für Kletterer und Liebhaber wilder, abgelegener Ecken des Tatra-Grenzkamms, fernab der Touristenströme.
Der Turm liegt genau auf der polnisch-slowakischen Grenze, zwischen dem westlichen Gipfel des Mięguszowiecki Szczyt und dem Sattel Hińczowa Przełęcz, von dem er durch den Mięguszowiecki Przechód getrennt wird. Von Norden erscheint er als bescheidener Felszahn, doch zur Hińczowa-Tal fällt er über einen beeindruckenden 150 Meter hohen Grat ab, der in einer rund 300 Meter breiten Wand endet. Die Wand besteht aus massiven Platten und wird im oberen Teil von einem markanten halbrunden Überhang gekrönt, den sogenannten Brwi (Augenbrauen). Es ist eine raue, felsige Landschaft — im Sommer spielt das Licht auf den Platten, im Winter herrschen Eis und Stille auf diesem hochalpinen Grat.
Aufstieg zum Gipfel
Praktische Informationen
Der Erste, der sich an die Südwand wagte, war Jan Wolf — 1975 legte er hier innerhalb von nur drei Tagen ein dichtes Netz von Kletterrouten an, weitere kamen später von Andrej Belica hinzu.