Schloss Mšec ist eine bescheidene, aber charmante Residenz im gleichnamigen Städtchen im Bezirk Rakovník, die eine bewegte Geschichte verbirgt, die bis zu einer gotischen Feste zurückreicht. Obwohl es heute vor allem Liebhaber ruhiger Spaziergänge und historischer Architektur anzieht, stand hier einst eine Burg, um die während der Herrschaft von König Wenzel IV. gekämpft wurde.
Der heutige Renaissance-Barockbau beeindruckt nicht durch Größe, sondern durch seinen eigenen Charakter - drei Flügel umschließen einen Hof, der von einer barocken Mauer mit Blendarkaden begrenzt wird. Im Frühling und Sommer lädt der angrenzende Park zum Verweilen unter alten Bäumen ein, im Herbst tauchen die sanften Hügel der Region Rakovník alles in goldene Farben und schaffen eine malerische Kulisse für einen Spaziergang durch das Städtchen. Es ist eher ein beschaulicher Ort als ein touristisches Ziel - ideal für einen ruhigen Zwischenstopp auf einer Reise durch die tschechische Provinz.
AnreiseInteressant ist, dass bei Grabungen im Hof immer wieder Spuren der ursprünglichen mittelalterlichen Festung zum Vorschein kamen, deren genaue Gestalt Historikern jedoch bis heute ein Rätsel bleibt.