Tarnawa Niżna ist einer jener stillen Orte in den Bieszczady, an denen die Geschichte mit jedem Schritt spürbar wird. Das einstige Dorf zu beiden Seiten des San-Flusses, heute fast menschenleer, verbindet unberührte Wildnis mit der melancholischen Atmosphäre eines alten Grenzlandes. Wer mehr sucht als Gipfelblicke, wird hier fündig.
Die Gegend liegt beiderseits des San, am Rand des Bieszczady-Nationalparks und des Landschaftsparks des San-Tals. Die Landschaft ist ruhig und ursprünglich — breite Auwiesenflächen, ein gemächlich mäandernder Fluss und dunkle Waldberge, die das Tal einrahmen. Im Frühling explodiert alles in sattem Grün, im Sommer duftet es nach Kräutern und feuchtem Gras, und im Herbst leuchtet das Tal in warmen Gold- und Rottönen. Im Winter ist der Ort nahezu menschenleer — und genau dann entfaltet er eine ganz besondere, stille Magie.
Anreise und ZugangswegeTarnawa Niżna wurde 1537 auf Geheiß des Krakauer Woiwoden Piotr Kmita gegründet und zählte 1939 über tausend Einwohner. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden alle Bewohner zwangsumgesiedelt und die Kirche zerstört — heute zählt es zu den 'Geisterdörfern' der Bieszczady, die an das bewegte Schicksal dieser Grenzregion erinnern.