Der Halicz (1333 m ü.d.M.) ist der dritthöchste Gipfel der polnischen Bieszczady und der gesamten Westlichen Bieszczady — und einer der lohnendsten Aussichtspunkte des gesamten polnischen Karpatenbogens. Seine markante Dreieckssilhouette erhebt sich über dem Wołosatka-Tal, und die offene Almwiese am Gipfel belohnt jeden Schritt mit einem freien Rundblick.
Bei guter Sicht reicht die Panorama weit in die ukrainischen Bieszczady: Połonina Bukowska mit Kińczyk Bukowski, Połonina Równa, Starostyna, Pikuj, Czorna Repa und sogar die fernen Gipfel von Popadia und Velyka Syvulia in den Gorganen sind zu erkennen. Im Vordergrund erstreckt sich das obere San-Tal in Richtung Uschok-Pass, und das Wołosatka-Tal liegt malerisch zu Füßen. Im Herbst leuchten die Polonyna-Matten in warmen Gras- und Heidelbeertönen besonders schön.
AufstiegsmöglichkeitenAm 5. August 1953 bestieg der junge Priester Karol Wojtyła — der spätere Papst Johannes Paul II. — diesen Gipfel auf einer Wanderung von Ustrzyki Górne aus. Botanisch bemerkenswert ist das Vorkommen der endemischen Karpaten-Wolfsmilch sowie der Grünerle, die hier die sonst typische Latsche ersetzt.