Der Siklawa ist der größte Wasserfall in der Tatra und gleichzeitig der höchste Wasserfall Polens — das Wasser stürzt hier aus etwa 65–70 Metern Höhe über eine glazial geformte Felswand hinab und erfüllt das Tal mit einem tiefen, beständigen Donnern. Wer einmal hierherkommt, versteht sofort, warum dieser Ort seit über zweihundert Jahren Dichter und Maler begeistert.
Je nach Wasserstand des darüberliegenden Wielki Staw fällt das Wasser in zwei oder drei Sturzbächen hinab. An sonnigen Tagen nach kräftigen Regenfällen bilden sich im feinen Sprühnebel leuchtende Regenbögen — ein Anblick, der sich tief ins Gedächtnis einbrennt. Die Umgebung ist wilde Hochtatralandschaft: schroffe Felswände, alpine Täler und das reine Bergpanorama der Täler Roztoka und Pięć Stawów Polskich. Der Weg am Wasserfall vorbei führt über glazial geglättete Felsen, die sogenannten 'Danielki', die bei Vereisung sehr rutschig werden können.
Anreise und ZugangDen Namen 'Danielki' trägt dieser Felsabschnitt zum Gedenken an den Tatra-Bergführer Jan Gąsienica Daniel, der 1924 hier auf dem vereisten Fels ausrutschte und ums Leben kam — eine stille Mahnung, die Berge stets mit Respekt zu begehen.