Karlsfried ist die stimmungsvolle Ruine einer mittelalterlichen Höhenburg im Zittauer Gebirge, versteckt im Wald direkt an der Straße zwischen Zittau und Lückendorf. Ein Ort für alle, die abseits der Touristenpfade echte Geschichte entdecken möchten.
Die Reste der Burg liegen auf einem felsigen Ausläufer des Straßberges, umgeben von dichtem Wald, der dem Ort eine geheimnisvolle, fast vergessene Atmosphäre verleiht - besonders eindrucksvoll im herbstlichen Nebel oder im zarten Licht des Frühjahrs. Erhalten sind heute die Reste eines Eingangsturms, ein kleiner Palas mit viereckigem Bergfried sowie ein Wall, der einst die Hohlwege im Tal unpassierbar machte. Wer zwischen den bemoosten Mauern spaziert, kann sich gut vorstellen, wie hier einst Händler auf dem Weg von Prag nach Zittau Zoll entrichteten.
Anfahrt1357 im Auftrag Kaiser Karls IV. als befestigte Zollstation errichtet, wurde die Burg später zerstört und abgerissen - Teile ihrer Steine wurden 1690 sogar für den Bau der Lückendorfer Kirche wiederverwendet.