Auf Wiktorówki, direkt neben der Rusinowa-Polana-Wiese, steht eine kleine Holzkapelle, die seit Generationen Bergbewohner, Wanderer und Bergsteiger anzieht. Sie zählt zu den stimmungsvollsten Orten der polnischen Tatra — ein Wallfahrtsort, der mit der Legende der jungen Hirtin Marysia Murzańska verbunden ist, die hier zwischen den Ästen eines Baumes eine leuchtende Frauengestalt gesehen haben soll. Heute ist die Kapelle Gebetsstätte und beliebter Zwischenstopp zugleich.
Die Umgebung begeistert zu jeder Jahreszeit — im Sommer breitet sich die grüne Rusinowa Polana unter den Gipfeln der Hohen Tatra aus, im Herbst leuchten die Wälder in warmen Farben, im Winter herrscht verschneite Stille. Der Blick auf den Giewont und den Grat der Hohen Tatra ist von hier aus besonders schön, und die Wiese ist ein beliebter Rastplatz. Direkt bei der Kapelle befinden sich ein TOPR-Bergrettungsposten und eine kleine Wanderküche, wo sich Wanderer seit Jahrzehnten nach einer Tagestour treffen.
AnfahrtInteressant: Die Marienstatue im Inneren hat eine auffällig dunklere rechte Hand — Erinnerung an den Brand, der die ursprüngliche Kapelle von 1902 zerstörte.