Der Polnische Kamm (Poľský hrebeň) ist ein breiter, imposanter Gebirgspass auf 2200 m ü. M. im Hauptkamm der Hohen Tatra — ein Ort, an dem man buchstäblich zwischen zwei Welten steht. Auf der einen Seite öffnet sich das Velická-Tal, auf der anderen der Gletscherkessel des Bielovodská-Tals. Die Aussichten sind weit, die Luft frisch und das Erlebnis unvergesslich.
Was diesen Pass besonders macht, ist seine ungewöhnliche Breite — für die Hohe Tatra geradezu großzügig. Im Sommer bedecken Bergblumen die umliegenden Hänge, darunter die Nelkenwurz und der seltene Gletscher-Hahnenfuß, eine der rarsten Pflanzenarten der gesamten Tatra. Im Herbst leuchtet der Kamm in warmen Goldtönen, während der Winter das Gelände in eine ernste alpine Herausforderung verwandelt. Vom Pass führt ein gelber Weg entlang des Hauptkamms zur Malá Vysoká — ein lohnendes Ziel für erfahrene Bergwanderer. Die gesicherten Steige auf der Nordseite wurden bereits 1892 angelegt.
So erreichen Sie den AussichtspunktDie ersten bekannten Touristen erreichten den Polnischen Kamm am 7. August 1840 — Sie wandern also in guter Gesellschaft historischer Bergpioniere. Halten Sie Ausschau nach dem Gletscher-Hahnenfuß: Er gehört zu den seltensten Blütenpflanzen der gesamten Tatra.