Die Koprowicka Przełęcz Wyżnia ist ein breiter, grasbewachsener Sattel im Grat der Liptauer Kuppen, eingebettet zwischen Zadni Goły Wierch Liptowski und Skrajny Goły Wierch Liptowski in der Slowakischen Hohen Tatra. Statt schroffer Felsgrate erwartet den Besucher hier eine weite, sanfte Berglandschaft.
Der Charakter dieses Passes ist mild und weidegeprägt. Die kuppelförmigen, grasbewachsenen Gipfel der Liptauer Kuppen dienten einst den Bewohnern der Dörfer Vychodná und Liptovská Kokava als Sommerweiden. Seit 1949 steht das Gebiet unter strengem Schutz des Tatra-Nationalparks, der Zutritt ist verboten. Dennoch beeindruckt die Landschaft durch ihre Ausmaße - grasbewachsene Mulden fallen vom Pass hinunter ins Koprová-Tal und verengen sich weiter unten zu schmalen Rinnen, die für gewaltige Winterlawinen bekannt sind, die größten der gesamten Liptauer Kuppen. Im März 1956 fegte eine Lawine mit einem Volumen von 210.000 Kubikmetern den Wald auf einer Fläche von etwa 400 mal 400 Metern hinweg. Nach Westen fallen die grasigen Hänge des Passes in den Koprovický-Kessel ab, den höchstgelegenen Teil des Koprová-Tals.
Wie man zum Aussichtspunkt gelangt
Die Koprowicka Przełęcz Wyżnia steht heute als Symbol der unberührten Wildnis der Tatra - ein Ort, den man am besten aus der Ferne bewundert, mit Respekt vor den Lawinen, die hier jeden Winter niedergehen.