Die Rote Bank — heute offiziell Javorové sedlo — ist ein breiter, wilder Gebirgssattel im Hauptkamm der Hohen Tatra zwischen dem Javorový štít und dem Malý Ostrý štít. Abseits jedes markierten Wanderwegs gelegen, ist dieser Ort ein echtes Ziel für alle, die die unberührte, alpine Seite der Tatra erleben möchten.
Der Sattel liegt an der tiefsten Stelle des Kamms zwischen dem Großen Kohlbachtal (Veľká Studená dolina) und dem Javoratal (Javorová dolina). Östlich des Javorový štít erstrecken sich die 'Sivé zuby' — ein nahezu waagerechter, gezackter Gratabschnitt, der an Zähne erinnert. Nördlich unterhalb des Sattels liegt das hintere Javoratal, südlich der imposante Kessel Ostrý kotol mit den Sivé plesá-Seen. Im Sommer entfaltet sich hier eine kraftvolle, elementare Berglandschaft; im Herbst leuchten die Hänge in warmen Tönen, und im Winter verwandelt sich das Gelände in ein ernsthaftes alpines Terrain aus Eis und Schnee.
So erreicht man den AussichtspunktDer Sattel trug im Laufe der Geschichte viele Namen: auf Slowakisch zeitweise 'Červená lávka', auf Deutsch 'Rote Bank' und auf Ungarisch 'Vöröspad'. Die erste bekannte Sommerüberquerung vollzog Viktor Lorenc im Oktober 1878; die Wintererstdurchquerung gelang Viktor Roland und Štefan Zamkovský im März 1928.