Der Boldog-Özséb-Aussichtsturm steht auf dem höchsten Punkt des Pilis-Gebirges und des gesamten Transdanubischen Mittelgebirges - dem 756 Meter hohen Pilis-Gipfel. Der über 17 Meter hohe Holz-Beton-Turm bietet von seiner oberen Plattform ein vollständiges 360-Grad-Panorama über die umliegende Landschaft.
Besonders spannend ist die Geschichte dieses Ortes - der Turm entstand durch den Umbau eines geodätischen Messturms aus den 1970er Jahren, der jahrzehntelang in einem militärischen Sperrgebiet stand und Wanderern bis in die 1990er Jahre verschlossen blieb. Heute ist der Gipfel ein ruhiger, bewaldeter Ort, dessen Anblick sich mit den Jahreszeiten wandelt - im Herbst leuchten die Wälder des Pilis in kräftigen Farben, im Winter lockt klare Fernsicht. Seinen Namen erhielt der Turm nach Boldog Özséb (Seliger Eusebius), dem Gründer des Paulinerordens, der der Überlieferung nach als Einsiedler in dieser Gegend lebte.
Wie man zum Aussichtspunkt kommtInteressant ist, dass rund um den Turm die größte bekannte Population der seltenen, streng geschützten Ungarischen Steppen-Ferula (Ferula sadleriana) im gesamten Karpatenbecken überlebt hat - dank der langen Abgeschiedenheit dieses Gipfels.