Die Zöld-barlang, die Grüne Höhle, ist eine unscheinbare, aber archäologisch bedeutsame Höhle am steilen Osthang des Nagy-Kevély im Pilis-Gebirge. Hinter ihren beiden schmalen Eingängen verbirgt sich eine Geschichte, die von der Kupferzeit über die Römerzeit bis zur Arpadenzeit reicht.
Die Höhle entstand in dickbankigem weißem Dachstein-Kalkstein der Mitteltrias und ist thermalen Ursprungs, heute jedoch inaktiv und in fortschreitendem Verfall begriffen. Im Inneren lassen sich kugelförmige Nischen, Kesselformen, kleine Tropfsteine sowie urkarstige Sedimentfüllungen und Kalzitadern beobachten. Die Umgebung besteht aus dichtem Wald am steilen Hang, ruhig und schattig, besonders reizvoll im Herbst. Ihren Namen erhielt die Höhle wegen des grünen Mooses an den Wänden des oberen Eingangs.
Anreise
Praktische Hinweise
Bei Ausgrabungen kamen zahlreiche menschliche und tierische Knochen zum Vorschein, darunter von Braunbär, Rind, Hirsch und Fledermäusen, sowie kupferzeitliche Keramik, eine keltische Lanzenspitze aus Eisen und ein Bronzeblech unbekannter Bestimmung.