Der Gefrorene See — auf Polnisch 'Zmarzły Staw pod Polskim Grzebieniem' — ist einer der eindrucksvollsten Hochgebirgsseen der Hohen Tatra. Auf 2.047 m Höhe eingebettet in einen glazialen Kessel, umgeben von Schutthalden und finsteren Felswänden, trägt er seinen Namen zu Recht: Treibeis kann sich hier oft den ganzen Sommer über halten.
Der See liegt im sogenannten 'Kocioł pod Polskim Grzebieniem', einem gemeinsamen oberen Stockwerk der Täler Świstowa und Litworowa auf der slowakischen Seite der Hohen Tatra. Über dem Wasser ragen Dzika Turnia, Mała Wysoka und Wielicki Szczyt empor; den Namen verdankt der See dem Gebirgskamm Polski Grzebień. Die Landschaft ist kompromisslos alpin — herb, dunkel und von einer faszinierenden Wildheit. Die Fläche des Sees beträgt 1,11 ha, die Tiefe rund 12,5 m. Das Wasser ist ausgesprochen kalt — im Hochsommer wurden nur 1,7°C an der Oberfläche gemessen — und durch Schneesediment leicht getrübt, mit einer Sichttiefe von ca. 9,5 m. Der See hat keinen oberirdischen Abfluss; ein auf manchen Karten eingezeichneter Bach existiert in der Realität nicht.
Anreise und ZugangBereits 1772 wurde der See erstmals schriftlich erwähnt, und er inspirierte den polnischen Dichter Franciszek Nowicki zu einem Sonett — ein Zeichen dafür, dass dieser Ort die Menschen schon immer in seinen Bann gezogen hat.
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