Der Javoriner Grüner See liegt auf 1.815 m Höhe im oberen Teil des Grünen Javoratals in der slowakischen Hohen Tatra — und wer ihn kennt, versteht sofort, warum er so heißt. Das ovale Gewässer schimmert zwischen Almwiesen und Schutthalden in einem eigentümlichen Grünton, fernab jeder touristischen Infrastruktur und vollkommen in sich ruhend.
Der See bedeckt unter normalen Bedingungen etwa 0,75 ha, kann aber bei Hochwasserstand auf fast 1,45 ha anwachsen. Bemerkenswert ist, dass er weder einen oberirdischen Zufluss noch einen Abfluss hat — das gesamte Wasser versickert unterirdisch in den Zelený potok. Diese versteckte Hydrologie sorgt für deutliche Wasserstandsschwankungen je nach Jahreszeit. Im Frühling liegt der See oft noch lange unter Eis, im Sommer spiegeln sich die felsigen Gipfelwände in seiner stillen Oberfläche. Die Atmosphäre ist die einer fast vergessenen Wildnis.
Anreise und ZugangIm Jahr 1885 stand am Ufer des Sees ein Jagdhaus von Fürst Christian von Hohenlohe — heute erinnert nichts mehr daran, und die Natur hat sich diesen Winkel längst vollständig zurückerobert.