Der Smreczyński Staw ist einer der ungewöhnlichsten Bergseen der Tatra — ein stiller, von Wald umhüllter Gletschersee voller Leben und Legenden. Anders als die typischen Hochgebirgsseen der Tatra liegt er nicht in einem felsigen Kar, sondern eingebettet zwischen den Bäumen auf 1.226 m Höhe und überrascht mit einer ganz eigenen, ruhigen Atmosphäre.
Die Ufer sind sumpfig und mit Mooren bedeckt, das Wasser leicht bräunlich gefärbt — ein Zeichen für außergewöhnlich reiches Tierleben. Bergmolche, Karpatenmolche und Grasfrösche leben hier, ebenso seltene Süßwasseralgen und reichlich Phytoplankton. Über dem umgebenden Wald ragen Gipfel wie der Smreczyński Wierch, die Kamienista, der Błyszcz und die Hänge des Starorobociański Wierch empor. Im Sommer bietet der Wald angenehme Kühle, im Herbst spiegeln sich die goldenen Blätter im stillen Wasser. Zugvögel rasten hier — ein Geheimtipp für Naturliebhaber.
Anreise und WegbeschreibungDie Tatra-Bergbewohner glaubten, der See habe keinen Boden, und die Legende warnt: Wer versucht, ihn abzuleiten, überflutet alle Dörfer bis ans Meer. Seit den 1830er-Jahren zog der See Maler, Dichter und Schriftsteller an — darunter Stefan Żeromski. Lass dich auch von ihm verzaubern.
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