Das Schwarzwassertal zählt zu den eindrucksvollsten Landschaften im Erzgebirge - ein enges, bis zu 80 Meter tiefes Kerb- und Klammtal, das die Schwarze Pockau in Jahrtausenden in den Fels gegraben hat. Geomorphologisch ist es in ganz Sachsen einzigartig und seit 1967 als Naturschutzgebiet gesichert.
Wer dem Flusslauf folgt, wandert zwischen steilen Felswänden aus rotem Gneis, die dem Tal einen ursprünglichen, fast schroffen Charakter verleihen. Am westlichen Rand des Gebiets verläuft der historische Grüne Graben, ein um 1680 angelegter Wassergraben, der einst Aufschlagwasser für den Bergbau bei Pobershau lieferte. Im Sommer erfüllt das Rauschen des Wassers und Vogelgesang das Tal, im Herbst kontrastieren dunkle Fichtenwälder mit Nebelschwaden über dem Fluss, und im Winter wirkt die Landschaft fast alpin und rau. Ein Ort für alle, die Stille, ursprüngliche Natur und außergewöhnliche Felsformationen schätzen.
Wie man hinkommtÜbrigens: Im Tal brüten mindestens 70 Vogelarten, darunter die seltene Wasseramsel und der Wanderfalke, und unter den Schmetterlingen findet sich sogar der seltene Dukaten-Feuerfalter - ein echtes Paradies für Naturbeobachter.