Der Lauterbacher Knochen (683 m ü. NHN) ist eine der stillen Perlen des Erzgebirges — ein bewaldeter Gipfel mit überraschend weitem Rundblick und einem echten Schatz aus der Geschichte der Landesvermessung direkt am Scheitelpunkt. Ein lohnender Ausflug für alle, die Ruhe und Geschichte verbinden möchten.
Die Erhebung liegt rund einen Kilometer nördlich von Lauterbach, einem Ortsteil von Marienberg, und bildet zusammen mit der Dreibrüderhöhe die Wasserscheide zwischen Zschopau und Flöha am Rand der Marienberger Hochfläche. Das Gelände ist sanft und überwiegend bewaldet — angenehm zu jeder Jahreszeit. Trotz der mittleren Höhe öffnet sich oben ein beeindruckendes Panorama: Im Nordosten zeigt sich die Waltersdorfer Höhe, gen Osten liegt die Bergstadt Sayda mit dem Schwartenberg. Südlich sind Annahöhe, Steinhübel, Hirtstein und Dreibrüderhöhe zu erkennen, im Südwesten der Pöhlberg, und bei klarer Sicht erscheinen am Horizont Fichtelberg und Keilberg — die höchsten Gipfel des Erzgebirges.
AufstiegsmöglichkeitenDieser unscheinbare Steinpfeiler ist ein authentisches Zeugnis des großen kartografischen Projekts des 19. Jahrhunderts, mit dem das Königreich Sachsen erstmals präzise vermessen und kartiert wurde.