Die Sas-kői-kisbarlang ist eine kleine Höhle am Fuß einer Felswand im Visegráder Gebirge, nur wenige Schritte von der bekannteren Sas-kövi-barlang entfernt. Ein unscheinbarer, aber spannender Ort für alle, die abseits der Hauptwege die vulkanische Geologie Ungarns entdecken möchten.
Die Umgebung ist geprägt von den felsigen Formationen des Visegráder Gebirges, die sich über bewaldete Hänge erheben. Über dem Höhleneingang ist an der Felswand eine rote Steintafel mit einer Ungarnkarte angebracht, und knapp darüber zeigt sich ein auffälliger Hämatitfleck an der Wand — ein Hinweis auf frühere bergbauliche Aktivität in der Gegend. Im Inneren, ausgebildet im Andesittuff, fällt die kleine Höhle steil nach innen ab, und Efeu wächst im Höhlenraum. Besonders im Frühling und Herbst, wenn das Laub lichter wird, kommt die Felslandschaft schön zur Geltung.
Anfahrt
Praktische Informationen
Über die Entstehung der Höhle gibt es unterschiedliche Theorien: Manche halten sie für einen ehemaligen Verwitterungshohlraum, andere vermuten, dass es sich um den oberen Teil eines alten Bergbaustollens handelt — die Hämatitschicht an der Wand spricht dafür. Entdeckt und kartiert wurde sie 1997 von Imre Gönczöl und seinem Team.