Der Uhlířský vrch (672 m), auf Deutsch auch Köhler Berg genannt, ist einer der jüngsten erloschenen Vulkane Tschechiens – und ein Ausflugsziel, das Naturgeschichte, Barockarchitektur und weite Aussichten auf einmal bietet. Wer einen lohnenswerten Halbtagesausflug aus Bruntál sucht, wird hier fündig.
Der Hügel liegt in Schlesien, etwa zwei Kilometer südwestlich von Bruntál. Der Weg zum Gipfel führt durch eine vierreihige Lindenallee, die zwischen 1766 und 1770 gepflanzt wurde, als Naturdenkmal ausgewiesen ist und 2022 den Titel 'Allee des Jahres' erhielt. Besonders im Sommer und Herbst ist der Spaziergang unter dem dichten Kronendach ein Genuss. Im oberen Abschnitt der Allee säumen fünfzehn Kreuzwegstationen den Weg – beeindruckende Holzskulpturen eines lokalen Künstlers aus verschiedenen heimischen Holzarten des Nízkého Jeseníku. Vom Gipfel öffnet sich ein schöner Rundblick über die sanften Hügel des Niederen Gesenkes, und bei klarem Wetter ist das Hohe Gesenke am Horizont zu erkennen.
Das eigentliche Naturdenkmal ist ein aufgelassener Steinbruch am Südhang, in dem einst Vulkantuff abgebaut wurde. In den Steinbruchflanken sind deutlich sichtbare Vulkanbomben eingeschlossen – ein seltener geologischer Anblick, der seit 1966 unter Schutz steht.
Anreise und ZugangWissenswertes: Der alte Brunnen neben der einstigen Gaststätte beim Kirchengebäude ist ganze 40 Meter tief – und vollkommen trocken.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)